Der Mietpreis richtet sich nicht bloß nach dem Standard einer Wohnung, sondern auch nach dem Standort. Folglich kann eine vergleichbare Wohnung in Ort A billiger bzw. teurer sein als in B. Das ist wie mit einer Flasche Bier: Bei Kaiser’s kostet eine 0,33-l-Flasche Beck’s mehr als bei Netto; im Spätkauf oder an der Tanke ist die Flasche noch teurer und im Restaurant oder im einem Club sowieso. Idealerweise hast du die Wahl, wo du dein Bier trinkst. Aber was ist, wenn dein Vermieter ankündigt, dich auf Edelpuff heraufzustufen, die Butze allerdings nach wie vor aussieht wie Aldi und du dir äußerstenfalls REWE leisten kannst?
26. Mai 2013
Der Mietpreis ist eine Bierflaschenrechnung
Der Mietpreis richtet sich nicht bloß nach dem Standard einer Wohnung, sondern auch nach dem Standort. Folglich kann eine vergleichbare Wohnung in Ort A billiger bzw. teurer sein als in B. Das ist wie mit einer Flasche Bier: Bei Kaiser’s kostet eine 0,33-l-Flasche Beck’s mehr als bei Netto; im Spätkauf oder an der Tanke ist die Flasche noch teurer und im Restaurant oder im einem Club sowieso. Idealerweise hast du die Wahl, wo du dein Bier trinkst. Aber was ist, wenn dein Vermieter ankündigt, dich auf Edelpuff heraufzustufen, die Butze allerdings nach wie vor aussieht wie Aldi und du dir äußerstenfalls REWE leisten kannst?
23. Mai 2013
10. Mai 2013
6. Mai 2013
Theater der Freundschaft
5. Mai 2013
1. Mai 2013
Halb-Asiatin sucht Zimmer

Sollte ich meinerseits mal in halb Asien ein Zimmer suchen, werde ich schreiben:
WANTED
Gut gelaunter Deutscher (37), der gerne Nasi Goreng am Sonntag kocht, sucht ein günstiges Zimmer in Yoga-WG!
Einzugsdatum: im Jahr des Hasen
Bevorzugte Lage: Schanghai/Hong Kong/Singapur/Tokio
Belohnung: gutes SAUERKRAUT & Flasche Bier
Kontakt: zimmerfuermich@asia.net
19. April 2013
Uckermark Airlines
11. April 2013
8. April 2013
Margaret Thatcher
Bin auf den Tag genau 50 Jahre nach Margaret Thatcher geboren und frage mich nun angesichts ihres Ablebens, ob ich auch auf den Tag genau 50 Jahre nach ihr sterben werde? Einen Gin Tonic später bin ich jedoch der Ansicht, ich sollte mit Prognosen warten bis zum Tode Nana Mouskouris, denn die alte Hipsterbrille wurde ebenfalls an einem 13. Oktober geboren. Und „Weiße Rosen aus Athen“ sind mir zur Beerdigung lieber als eine konservative Betonfrisur, die mit ihrer Handtasche auf meinen Sarg eindrischt und krakeelt: „I want my money back!“.
Wessi go home
7. April 2013
Beckers Bäckerei backt backend Backwaren
5. April 2013
4. April 2013
Warschauer Straße
1. April 2013
31. März 2013
Doris Puder
28. März 2013
Basteltipp
Wie sich aus Flaggen homofeindlicher Gebiete ganz einfach eines dieser Gleichheitszeichen basteln lässt, die jetzt zur Unterstützung der Eheöffnung für Lesben und Schwule zahlreich auf Facebook kursieren. Nehmen Sie z.B. die Flagge der Türkischen Republik Nordzypern (der einzige Landstrich in Europa, wo Homosexualität noch verboten ist), kehren Sie die Farben um (Ketchup wird Majo, Majo wird Ketchup), dann entfernen Sie noch die beiden Zeichen in der Mitte und tünchen mit einem Textmarker die weißen Streifen rosa. Ebenso simpel geht es mit der polnischen Flagge: ein bisschen Geschnippel mit der Schere, dann wieder Textmarker und fertig!
23. März 2013
Die Krise als Chance?
Die Seniorin Inge Bröckelmann aus Rheda-Wiedenbrück hat Angst. Sie befürchtet, dass ihre Ersparnisse bald nach Zypern zwangstransferiert werden. Bröckelmanns Nachbarin Ursula Niewöhner habe bereits freiwillig die Patenschaft für eine Familie aus Nikosia übernommen. Und die Nikosianer hätten ein Foto des neuen Autos geschickt, das sie sich dank des Niewöhnerschen Geldes leisten konnten. „Aber die Ulla regt sich noch nicht einmal darüber auf!“ echauffiert sich Inge Bröckelmann. Habe doch der Sohn der Niewöhners durch den Kontakt nach Zypern ebendort endlich wieder einen Job als PR-Stratege gefunden. Er berät die Protestbewegung des Inselstaates und versucht, den Demonstranten nahezubringen, dass Nazi-Flaggen auf Transparenten ein No-Go sind. Niewöhners Alternativvorschläge: vorm Parlamentsgebäude Bunderkanzlerinnenvoodoopuppen aufspießen und alle zyprischen Transen laufen als Merkel-Lookalikes auf.
22. März 2013
Mahagoni
In der Tagesschau läuft Angela Merkel mit einer mahagonifarbenen Handtasche durchs Regierungsviertel und ich frage mich, was in der Tasche ist: Ein paar Butterbrote für die Pause, ein Zypern-Reiseführer (zum aufm Klo lesen) oder gar ein Nachthemd, falls die Rettung des Euros mal wieder länger dauert und sie anderswo nächtigen muss?
11. März 2013
Beige
Beige ist eine Farbe voller Gegensätze.

Beige ist nicht das neue Pink. Beige ist nicht cool wie Sonnenbrille, sondern öde wie verdorrtes Steppengras. Naturfarben, sagt der Jute-Freak. Gold der Prärie, sagt der Fremdenverkehrsverband von Nebraska.
Im Alter trägt mensch in Deutschland nur noch zwei Farben: schwarz bei Beerdigungen und die übrige Zeit beige. Allerdings ist kaum ein Rentner emanzipiert genug, die Farbe beige auch beige zu nennen. Die Modeindustrie hat diese Problematik erkannt und wählt für Beigetöne Namen wie Cappuccino, Milchkaffee, Creme, Irish Cream, Wiener Melange, Latte macchiato, Caffé latte oder Café au lait.
Oder neulich bei C&A. Meint die eine Seniorin zur anderen: „Du, soll ich die Jacke lieber in Wüstensand oder in Sanddüne nehmen?“
Sanddüne? – Folglich wird eine Seniorin, die häufig ihre Sexualpartner wechselt, als Wanderdüne bezeichnet.
Aufgrund der hohen Dichte an 60+ auf der Blumeninsel Mainau im Bodensee warnt die Inselverwaltung ausländische Besucher nun mit Schildern, auf denen steht:

Mit diesem Slogan könnte auch vor zu forsch fahrenden Taxis gewarnt werden.
Dass sowohl Taxis als auch Senioren beige sind, ist ein Widerspruch: Taxis sind schnell, Senioren nicht.
Viele PCs und deren peripherer Zubehör sind ebenfalls beigefarben. Computer haben ein modernes Image, Senioren nicht.
Pasta ist größtenteils in beige gehalten, weswegen Italiener eine schlanke ältere Deutsche als Spaghetti bezeichnen, eine dicke ältere Deutsche als Fettuccine.
Und beigefarbene Kondome heißen in Italien Cannelloni.
Harald Glööckler hat eine Kollektion Herren-Tangaslips entworfen, deren Farbe ich beige nennen würde. Harald Glööckler nennt es Eierschale.
In San Francisco gab es von 1951 bis 1958 eine Schwulenkneipe namens Beige Catshark, zu deutsch: Beiger Katzenhai, auf Latein: Parmaturus bigus. – Woher ich das alles weiß? – Das hab ich bei Wikipedia gelernt.
Und während sich in San Francisco homosexuelle Orte beige Tiernamen geben, ist in Deutschland beige die inoffizielle Farbe der CDU.
Das Wahlprogramm der CDU schmeckt wie ein unzählige Male wiedergekäuter Schokoriegel der Marke Milky Way.
In Irland hingegen schmeckt konservative Politik wie Baileys. Baileys ist beige mit Alkohol. Champagner ist auch beige mit Alkohol und noch mit blubbernden Bläschen dazu. In Frankreich trinken alle Politiker Champagner. Die Grünen jedoch nur, wenn draufsteht, dass er aus ökologischem Landbau stammt.

Und was ist auf diesem Foto zu sehen: Ein Pony in Brandenburg oder die Haare von Bonnie Tyler?

Beige ist nicht das neue Pink. Beige ist nicht cool wie Sonnenbrille, sondern öde wie verdorrtes Steppengras. Naturfarben, sagt der Jute-Freak. Gold der Prärie, sagt der Fremdenverkehrsverband von Nebraska.
Im Alter trägt mensch in Deutschland nur noch zwei Farben: schwarz bei Beerdigungen und die übrige Zeit beige. Allerdings ist kaum ein Rentner emanzipiert genug, die Farbe beige auch beige zu nennen. Die Modeindustrie hat diese Problematik erkannt und wählt für Beigetöne Namen wie Cappuccino, Milchkaffee, Creme, Irish Cream, Wiener Melange, Latte macchiato, Caffé latte oder Café au lait.
Oder neulich bei C&A. Meint die eine Seniorin zur anderen: „Du, soll ich die Jacke lieber in Wüstensand oder in Sanddüne nehmen?“
Sanddüne? – Folglich wird eine Seniorin, die häufig ihre Sexualpartner wechselt, als Wanderdüne bezeichnet.
Aufgrund der hohen Dichte an 60+ auf der Blumeninsel Mainau im Bodensee warnt die Inselverwaltung ausländische Besucher nun mit Schildern, auf denen steht:

Mit diesem Slogan könnte auch vor zu forsch fahrenden Taxis gewarnt werden.
Dass sowohl Taxis als auch Senioren beige sind, ist ein Widerspruch: Taxis sind schnell, Senioren nicht.
Viele PCs und deren peripherer Zubehör sind ebenfalls beigefarben. Computer haben ein modernes Image, Senioren nicht.
Pasta ist größtenteils in beige gehalten, weswegen Italiener eine schlanke ältere Deutsche als Spaghetti bezeichnen, eine dicke ältere Deutsche als Fettuccine.
Und beigefarbene Kondome heißen in Italien Cannelloni.
Harald Glööckler hat eine Kollektion Herren-Tangaslips entworfen, deren Farbe ich beige nennen würde. Harald Glööckler nennt es Eierschale.
In San Francisco gab es von 1951 bis 1958 eine Schwulenkneipe namens Beige Catshark, zu deutsch: Beiger Katzenhai, auf Latein: Parmaturus bigus. – Woher ich das alles weiß? – Das hab ich bei Wikipedia gelernt.
Und während sich in San Francisco homosexuelle Orte beige Tiernamen geben, ist in Deutschland beige die inoffizielle Farbe der CDU.
Das Wahlprogramm der CDU schmeckt wie ein unzählige Male wiedergekäuter Schokoriegel der Marke Milky Way.
In Irland hingegen schmeckt konservative Politik wie Baileys. Baileys ist beige mit Alkohol. Champagner ist auch beige mit Alkohol und noch mit blubbernden Bläschen dazu. In Frankreich trinken alle Politiker Champagner. Die Grünen jedoch nur, wenn draufsteht, dass er aus ökologischem Landbau stammt.

Und was ist auf diesem Foto zu sehen: Ein Pony in Brandenburg oder die Haare von Bonnie Tyler?
24. Februar 2013
23. Februar 2013
WEAR DICH
18. Februar 2013
Warte bis der Hase sich selbst erschießt
Liebe Eltern, aus mir ist doch noch was geworden: Ich habe denselben akademischen Grad wie Annette Schavan, eine Frau, die immerhin einmal Bundesbildungsministerin war. Wie Annette Schavan könnte also auch ich Fördermittel an Bildungseinrichtungen verteilen.
Oder ich könnte der nächste Papst werden – bin ich es doch gewohnt, einem Publikum Geschichten über Fantasiegestalten vorzusetzen.
Flughäfen bauen kann ich ebenfalls – zumindest solche, von denen niemand erwartet, dass sie je eröffnet werden. Meine Person ist untrennbar verbunden mit den internationalen Großflughäfen von Bad Pyrmont, Waldkraiburg und Hoyerswerda.
Und wo wir gerade von Verkehrsprojekten sprechen, möchte ich noch mein Engagement in der Bahnpolitik erwähnen. Bei all dem Rummel um den Bahnhofsumbau in Stuttgart wird gern übersehen, dass ich in anderen Städten bereits verhindern konnte, dass Kopfbahnhöfe in Durchgangsbahnhöfe umgewandelt werden: in Wilhelmshaven, Cuxhaven, Kiel und Warnemünde.
Ich habe den Eurovision Song Contest genauso oft gewonnen wie Tina Turner, Cher, Madonna, Kylie Minogue und Britney Spears.
Und in der Siegerliste der Tour de France taucht mein Name ebenso häufig auf wie der von Lance Armstrong. Ich habe dies mit Alltags- und Freizeitradeln in Berlin und Brandenburg erreicht, ohne Bergwertungen, ohne nach Schweiß stinkende Trikots und ohne Dopingmittel.
Meine Amtszeit als König von England ist bisher exakt so lang wie die von Prince Charles.
Und was vielleicht nicht alle von euch wussten: Ich habe genauso viele Kinder geboren wie Angela Merkel. Den Fortbestand der Menschheit sichernde Maßnahmen sind mir wichtig. Deswegen schlafe ich gern mit Gynäkologen und mein Schlafzimmer ist rund und ich nenne es nicht Schlafzimmer, sondern Kreissaal.
Lebensleistungen sollten nicht allzu sehr in den Himmel gehoben werden. So spreche ich zum Beispiel selten darüber, dass ich seit Februar 2012 ebenso viel Macht besitze wie Christian Wulff.
Ich habe in meinem bisherigen Leben in etwa genauso viel geschissen wie David Beckham oder Robbie Williams. Wir drei sind Männer, die seit Mitte der 70er nahezu täglich Kot absondern.
Und 1989 habe ich die Mauer eingerissen – zwischen meinem Zimmer und dem Wohnzimmer, damit ich einen von Steinen und Mörtel befreiten Blick auf den Westfernseher hatte.
Später habe ich das Konzept von Frauentausch entwickelt. Eigentlich wollte ich bloß meine Mitbewohnerin loswerden, aber sind nicht die meisten der genialsten Erfindungen eher beiläufig geschehen?!
Liebe Eltern, aus mir ist doch noch was geworden. Ich kann alles, ohne alles dafür zu tun. Mein Wappentier ist der Igel und mein Motto lautet: Warte bis der Hase sich selbst erschießt.
13. Februar 2013
Volksbuchhandlung
9. Februar 2013
BundesPoetrySlamMinister

Die bisherige BundesPoetrySlamMinisterin Chantal Mario Becker musste zurücktreten, weil sie bei einem Slam in Düsseldorf nachweislich mit einem nicht selbst verfassten Text aufgetreten ist.
Und wieder einmal heißt es Stühle rücken im Kabinett von Angela Merkel. Die Kanzlerin greift zum Telefon.
URSULA: Von der Leyen, guten Tag.
ANGELA: Merkel am Apparat, Angela, die Bundeskanzlerin.
URSULA: Hallo Angela.
ANGELA: Hallo Ursula. Sag, Ursula, möchtest du BundesPoetrySlamMinisterin werden?
URSULA: Och, nö, Angela. Nicht, dass ich in Sachen Poesie nicht kompetent wäre, schließlich hat sich eine meiner Töchter neulich in Hannover so einen Poetry Slam angeschaut. Doch in den Augen der Öffentlichkeit könnte es irgendwie wahllos erscheinen, wenn ich mich erneut einem anderen Ressort zuwende.
Versuch Nummer zwei.
WOLFGANG: Schäuble, Innenminister, guten Tag.
ANGELA: Merkel am Apparat, Angela, die Bundeskanzlerin. Und ich muss Sie daran erinnern, Herr Schäuble, dass Sie seit der letzten Bundestagswahl der Finanzminister sind und nicht mehr der Innenminister.
WOLFGANG: Oh…
ANGELA: Aber wenn Sie sich sowieso noch nicht so richtig in Ihr neues Amt eingelebt haben, würde es Ihnen sicher nicht viel ausmachen, ein weiteres Mal zu wechseln. Herr Schäuble, möchten Sie BundesPoetrySlamMinister werden?
WOLFGANG: BundesPoti? Was? Was für’n Minister? Kenn ich nicht.
Versuch Nummer drei.
GUIDO: Westerwelle, Auswärtiges Amt, hello, hallo.
ANGELA: Merkel am Apparat, Angela, die Bundeskanzlerin. Sag mal, Guido, möchtest du BundesPoetrySlamMinister werden? Hat viel mit deutscher Sprache zu tun dieses Amt. Könnte dir liegen.
GUIDO: Also, Angie, diese Offerte muss ich entschieden zurückweisen. Zum einen bedeutet das Amt des BundesPoetrySlamMinisters viel zu wenig Prestige für jemanden wie mich. Zum anderen hab ich inzwischen angefangen, Englisch zu lernen. Hasta la vista, Angie.
Puh! Wen soll sie als Nächstes anrufen? Angela Merkel blättert durch das Telefonnummernverzeichnis ihres Mobiltelefons. Und entscheidet sich für denjenigen, der unter Helmut Kohl sechzehn Jahre lang Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung war.
NORBERT: Helau! Blüm hier.
ANGELA: Merkel am Apparat, Angela, die Bundeskanzlerin. Mein lieber Norbert Blüm, nach Ihrem Ausscheiden aus der Bunderregierung anno 1998 haben Sie doch zahlreiche Bücher geschrieben. Ganz besonders gefallen hat mir das Kinderbuch mit dem Titel Die Glücksmargerite. Und Erfahrungen im Showbusiness haben Sie gar auch noch gesammelt! Sie waren im Rateteam von Was bin ich? und sind in der Sendung Krone der Volksmusik aufgetreten. Und dann, dann sind Sie zudem mit einem Kabarettprogramm auf Tournee gegangen und…
NORBERT: Frau Merkel, kommen Sie zum Punkt! Wir veranstalten gerade mit unserem Enkel ein Picknick in einem im Wohnzimmer aufgebauten Indianerzelt. Also kurz und knapp: Was wollen Sie?
ANGELA: Der Posten des BundesPoetrySlamMinisters ist frei geworden. Interessiert, Herr Blüm?
Mit einem Hinweis auf seine familiären Pflichten – Kinder, Enkelkinder, Ehefrau und so – schlägt auch Norbert Blüm das Angebot aus.
Jedoch eine Schülerin, die zur Zeit ein Praktikum im Kanzleramt absolviert, kann googeln. Und sie findet heraus, dass heute Abend in Neukölln der Küchenslam stattfindet. Angela Merkel bedankt sich für diesen Hinweis und ruft den SlamMaster des Küchenslams an.
SLAMMASTER: Danny, SlamMaster des Küchenslams. Wie steht’s? Wie geht’s?
ANGELA: Merkel am Apparat, Angela, die Bundeskanzlerin. Wer heute Abend bei Ihrem Slam gewinnt, wird automatisch der neue BundesPoetrySlamMinister. Aber sorgen Sie dafür, dass auf gar keinen Fall dieser Tom Mars gewinnt. Der hat früher mal die Grünen gewählt und geht heute gar nicht mehr zur Wahl. Außerdem ist er schwuler als Guido Westerwelle erlaubt – so was kann ich an meinem Kabinettstisch nicht gebrauchen. Guten Abend! Dankeschön.
5. Februar 2013
2. Februar 2013
28. Januar 2013
Jugend forscht

Unser Vater arbeitete als Schwimmmeister im städtischen Hallenbad und unsere Familie wohnte in der schwimmmeisterlichen Dienstwohnung. Mir war das kleinere Kinderzimmer zugewiesen worden und meine beiden älteren Geschwister teilten sich das größere Kinderzimmer.
An meinem 12. Geburtstag dann hielten mein Bruder und meine Schwester mich nun für alt genug, um mich in ein Geheimnis einzuweihen. Ich wurde in ihr Zimmer gezerrt und sie schlossen die Tür ab. Meine Schwester zeigte mir ein winziges Loch in Wand, das sich hinter einem Bild verbarg. Ich blinzelte in das Loch, konnte aber nicht wirklich was erkennen.
Mein Bruder schob mich beiseite und führte eine Minikamera in das Loch ein. Die Kamera verband er mit seinem Computer. Im Halbkreis setzten wir uns vor den Bildschirm und schauten uns die Live-Übertragung der Ereignisse aus dem Raum jenseits der Wand an.
Da es sich bei dem Raum jenseits der Wand um die zum Hallenbad gehörende Sauna handelte, sahen wir eine Gruppe nackter Menschen. Menschinnen, um genau zu sein. Denn es war Frauentag, wie meine Schwester mir aufgeregt mitteilte. „Guck mal!“ frohlockte sie. „Überall nackte Möpse! Und die unrasierte Möse da vorne, das ist meine Mathelehrerin.“
Die Mathelehrerin breitete ihr Handtuch aus und legte sich auf den Rücken. Meines Bruders Hand verschwand in seiner Hose und er begann, mit seinem Schwanz zu spielen. Und meine Schwester begann, mit ihrer Muschi zu spielen. Und ich? Ich saß unbewegt zwischen den Onanierenden.
„Tom, weißt du nicht, was Wichsen ist?“ fragte mein Bruder. „Du musst mit der Hand deinen Pimmel anfassen und an ihm rubbeln.“
„Vielleicht ist er doch noch zu jung“, überlegte meine Schwester.
„Ich bin überhaupt nicht zu jung“, stieß ich verärgert hervor. „Ich weiß bloß nicht, was ich an nackten Möpsen und Mösen finden soll.“
„Ach, so ist das“, erwiderte meine Schwester. „Wenn du nicht auf Möpse und Mösen stehst, musst du morgen wiederkommen. Dann ist Herrensauna.“
Vom folgenden Tag an war ich recht häufig im Zimmer meiner Geschwister anzutreffen und unsere Eltern freute es, dass sich die Kinder so gut miteinander verstanden.
Als ich 14 war, änderte sich die Wohnsituation. Mein Bruder verbrachte ein Schuljahr in Frankreich. „Er will sein Französisch verbessern“, sagten unsere Eltern. „Ich will es intensiv französisch machen“, sagte mein Bruder.
Und auch meine inzwischen volljährige Schwester verließ den heimatlichen Hafen und zog mit einer fast 20 Jahre älteren Frau nach Köln. Bei der Frau handelte es sich um die schon erwähnte Mathelehrerin und das intime Verhältnis der beiden drohte in unserer kleinen Stadt publik zu werden.
Ich nutzte die Abwesenheit meiner Geschwister, um vollständig ins größere Kinderzimmer überzusiedeln. Wenn Herrensauna war, lud ich jetzt meist die beiden anderen Schwulen aus meiner Jahrgangsstufe zu mir ein. Ich knöpfte ihnen 5 Mark Eintritt ab und dann wichsten wir los. Die beiden anderen brachten bald noch weitere Jungs mit, die wiederum beim nächsten Mal ebenfalls weitere Gäste anschleppten.
Ich hätte ahnen müssen, dass ein Geheimnis, wenn es mit zu vielen Leuten geteilt wird, nicht mehr lange ein Geheimnis bleibt. Eines Tages klingelte die Polizei an der Wohnungstür, bewaffnet mit einem Durchsuchungsbefehl. Und die Beamten nahmen meinem Computer und die Minikamera mit.
Meine Eltern wollten wissen, was ich mir denn bei einem solch voyeuristischen Verhalten nur gedacht hätte. Anstatt einer reflektierenden Antwort sagte ich lediglich, dass ich denke, dass ich mir in Zukunft zum Wichsen wohl gewisse Zeitschriften werde kaufen müssen. Woraufhin mir mein Vater einen Fuffi hinwarf und die Wohnung in Richtung Schwimmbad verließ. Kaum mehr als eine Minute später kehrte er bereits zurück, nachdem er erfahren hatte, dass er vom Dienst suspendiert worden war.
In der lokalen Presse wurde über den schwulen Spanner-Sohn des Schwimmmeisters ausgiebig berichtet. Die Beziehung meiner Schwester zu ihrer ehemaligen Mathelehrerin wurde ebenfalls ins Rampenlicht gezerrt. Ein angeblich existierendes Foto, auf dem mein gelenkiger Bruder es sich selbst französisch macht, wurde hingegen nicht veröffentlicht. Jene Aufnahme allerdings, auf der mein Vater mit einer Mitarbeiterin unter der Dusche knutscht, wurde abgedruckt. Was dazu führte, dass meine Mutter ihre Koffer packte und mit dem Familienauto davonfuhr.
Mein Vater verlor seine Stelle und wir mussten aus der Dienstwohnung raus. Weil wir nicht wussten, wo wir sonst hinsollten, zogen wir nach Köln zu meiner Schwester und ihrer Mathelehrerin.
19. Januar 2013
12. Januar 2013
Abonnieren
Posts (Atom)


















